Ein Hoch auf uns!

Wer mich kennt, der weiß, Listen sind voll mein Ding. Ich schreibe Listen für alles: Einkaufslisten, Tagespläne und Dinge, die ich nicht vergessen darf. Packlisten, Zukunftspläne und Kochlisten. Was ich auf Papier schreibe, kann ich aus meinem Kopf streichen. Und dann entsteht dort Platz für neue Gedanken.

Kein Wunder also, dass ich auch in Indien Listen geschrieben habe. Und zwei davon habe ich eben wiedergefunden. Zwei für mich sehr besondere Listen, die mich beide, je nach Situation, aufgemuntert oder aber auch traurig gestimmt haben. Ein paar Ausschnitte daraus möchte ich hier mit euch teilen.

Die erste Liste heißt „Ich freue mich auf zuhause“:

          Ich freue mich darauf, im Auto alleine mit ganz lauter Musik an der Ampel einer Kreuzung zu stehen  und die Hand aus dem Fenster baumeln zu lassen.

          Ich freue mich darauf, mit meiner Freundin auf dem Marktplatz zu sitzen und Spagetti-Eis zu genießen.

          Ich freue mich darauf, die Katze wieder zu sehen und mit ihr zu tanzen

          Ich freue mich auf das Schwimmen. Einfach Bahn um Bahn ziehen.

          Ich freu mich auf die Zeit mit meinen Freunden. Mit Quatschen bis zum Morgengrauen und Schweigen, dass mehr als tausend Worte sagt.

          Ich freue mich auf ein Studium oder eine Ausbildung in einem neuen Ort, mit neuen Menschen und neuen Erfahrungen.

          Ich freue mich auf Talkrunden mit der ganzen Familie in einem Zimmer.

          Ich freue mich tatsächlich auf das Mensch-ärger-dich-nicht-spielen und um-den-Block schleichen mit Oma und meinem Bruder.

          Ich freue mich auf das Gefühl von Freiheit das mich durchströmt, wenn ich mit dem Fahrrad fliegen kann.

          Ich freue mich auf die Kirmes nächstes Jahr.

Ich glaube es gäbe noch viel mehr auf das ich mich hätte freuen können und auch noch viel mehr Punkte, die ich gar nicht niedergeschrieben habe. Und, ich glaube auch, dass man die Dinge die man schon hat, viel mehr zu schätzen lernt, wenn sie einem fehlen.

 

Nun zu meiner zweiten Liste. Die „Ich werde vermissen-Liste“:

          Ich werde die Kinder vermissen.

          Ich werde meine Arbeit hier vermissen, die mir so viele Möglichkeiten bietet mich selbst immer wieder auszuprobieren.

          Ich werde die Gelassenheit vermissen, die mit den ungenauen Zeitangaben einhergeht. Diese (innere) Ruhe.

          Ich werde meine Zimmergemeinschaft mit Josie und Franzi vermissen, – meine beiden Schwestern im Geiste😊

          Ich werde den Sonnenschein vermissen.

          Ich werde all die bunten Farben und das Gewusel in den Straßen vermissen

          Und auch die Natur, vor allem die Palmen.

          Ich werde die Möglichkeiten vermissen, die Indien in seiner ganzen Vielfalt mitbringt.

          Ich werde den Luxus vermissen manchmal kein Wasser, Strom oder Internet zu haben.

          Und ich werde die offenherzige Freundlichkeit der Menschen vermissen.

          Und ich werde außerdem die Möglichkeit vermissen, in den Tag hinein zu leben. Getreu dem Motto: „Komme was wolle.“

Und auch hier gilt wieder, ich habe bestimmt an ganz viel Punkte noch gar nicht gedacht.

Und nun? Diese Listen sind nun circa vier Monate alt. In vier Monaten ist viel passiert. Ich bin wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Ich habe einen Studienplatz gefunden, aber nicht wie eigentlich zeittechnisch erhofft in Deutschland, sondern in den Niederlanden. Ich darf mich also nun stolze Psychologie-Studentin des ersten Semesters an der Tilburg University nennen. Ich bin umgezogen. In die Niederlande in eine WG nahe der Uni. Ich treffe jeden Tag neue Menschen und mache neue Erfahrungen. Nicht die, die ich in Indien sammeln durfte, aber andere. Und anders ist nicht schlecht😊.

Vermutlich ist dies mein persönlichster und eventuell auch längster Eintrag auf diesem Blog. (Wobei, ich glaube der über das indische Staatssystem war länger.) Aber schließlich möchte ich mich ja auch bedanken. Vielen Dank an euch alle, die ihr den Blog so eifrig gelesen habt. Wir haben ganz viel, ganz positives Feedback zu unserem Blog bekommen. Bezüglich der Kreativität, und der Kontinuität der Seite. Ich muss gestehen, es war nicht immer leicht. Aber wir waren ja zu dritt. An dieser Stelle muss ich auch noch zwei anderen, ganze besonderen Menschen im speziellen danken: Franzi und Josie, ohne die dieses Jahr nicht dasselbe gewesen wäre. ❤

Mir persönlich hat dieser Blog sehr viel bedeutet und es hat mir immer sehr viel Spaß und Freude gemacht mich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzten und im Anschluss daran, darüber zu berichten und so ein kleines Stück Indien in die Welt zu tragen. Und glaubt mir, wir als Administratoren könne nachverfolgen aus welchen Teilen der Welt unser Blog verfolgt wird. Das hier geht über Deutschland hinaus😊

Zum Schluss bleiben mir noch zwei Dinge anzumerken: Bitte behaltet immer im Hinterkopf, dass all unsere Gedanken und Erfahrungen die an unser Projekt aber auch an Indien als Land geknüpft sind, sehr persönlich sind. Wir hatten das Privileg und das Glück ein Jahr lang, ganz viele Facetten Indiens kennenzulernen und dennoch haben wir nur einen ganz kleinen Teil sehen und wahrscheinlich noch weniger wirklich begreifen können.

Und zweitens, habe ich jetzt noch einmal die Ehre ein letztes Mal die Zwischenberichte mit euch zu teilen. Genauer gesagt unsere Abschlussberichte. Wie immer hoffe ich, dass sie euch gefallen und ein kleines Stück Indien zu euch bringen können.

Josie: Abschlussbericht, Bericht

Franzi: Abschlussbericht Franzi

Kim: ZB IIII -Kim-

Vielen Dank und auf Wiedersehen,

Eure Kim

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Alles geht auf den Abschied zu…

 

goodbye

 

 

 

 

(Geschrieben am 01.08.2017 -> Es gab einfach zwischendurch keine Zeit den Blogbeirtrag hochzuladen :D)

Es ist kaum zu glauben, aber ein Jahr ist jetzt schon fast wieder zu Ende. Am 15. August flogen wir nach Indien und jetzt steht uns schon der Abschied bevor.

Das Jahr ging so unglaublich schnell um und ich kann gar nicht glauben, dass wir nächste Woche schon nach Hause fliegen werden.

Wir sind stark in den letzten Vorbereitungen: Allmählich wird langsam gepackt, der Raum wird aufgeräumt und unsere Abschiedsgeschenke werden gebastelt und und und. Manchmal kommt noch etwas dazwischen und die nächsten zwei Tage müssen wir auch noch unterrichten. Da wir da schnell den Überblick verlieren könnten, haben wir uns jetzt schon einige Listen gemacht, was alles noch gemacht und erledigt werden muss bevor es losgeht.

Auch hier eine kleine Liste mit den Punkten, die uns gerade beschäftigen:

Abschiedsgeschenke

Wir möchten uns von allen verabschieden und das mit einer kleinen Karte und Fotos. Ich freue mich schon unglaublich, endlich die Karten zu übergeben und die Gesichter aller zu sehen, wenn sie ihr Geschenk bekommen werden.

Packen

Bis jetzt habe ich noch nicht angefangen mit Packen, aber es ist ganz offensichtlich, dass all meine Sachen, die sich übers Jahr angesammelt haben und einige Sachen, die ich schon mit hier her brachte nicht alle zusammen zurück in meinen Rucksack passen. So stand ich vor einem Problem, was aber der Father mit seiner Großherzigkeit ganz schnell behoben hatte: Gestern schenkte er mir einfach einen seiner Koffer! 🙂 Das war nicht nur eine große Überraschung für mich, sondern auch eine absolute Freude. So kann ich alle meine Sachen auch mit nach Hause nehmen!

Die letzte Zeit noch genießen

Was auch sehr offensichtlich ist, dass wir drei wirklich versuchen die letzte Zeit in vollen Zügen nochmal zu genießen. Es ist nicht nur die Zeit die man mit den Kindern und all den Misses und Fathern hat, sondern auch wir drei untereinander genießen die letzten Tage und tauschen aus viel aus, wie wir uns fühlen bezüglich des vergangenen Jahres und der kommenden Zukunft erstmal wieder in Deutschland.

Wie ich mich fühle

Auf der einen Seite bin ich voll traurig gehen zu müssen und wünschte ich mir, ich könnte nochmal dieses Jahr durchlaufen oder nochmal so ein Jahr mit soo vielen unterschiedlichen Erfahrungen machen! Also, jeder, der mich fragt, ob so ein Auslandsjahr mit sozialer Arbeit gut ist zu verknüpfen, sage ich nur ein fettes „Ja!“

Auf der anderen Seite freue ich mich schon sehr nach Hause zu fahren, endlich wieder meine Eltern im Arm halten zu können und auf mein Theologiestudium freue ich mich auch schon sehr. Bereits jetzt habe ich schon meine Termine für meine Hochschule und der Weg dafür hat sich ganz einfach geebnet, wofür ich sehr dankbar bin!

Es ist klar, dass nach einem Jahr wo man so viele Menschen kennengelernt hat und mit ihnen zusammengewachsen ist, es schwer ist mit dem Abschied. Trotzalledem freuen wir uns aber euch alle wieder zu sehen und auch wieder mit euch Zeit zu verbringen, um von unsere Erfahrungen persönlich zu erzählen und ins Studium zu starten.

Bis auf unsere gemeinsame Zeit in Deutschland, grüßt euch Josie noch aus dem wunderschönen Südindien, Bangalore

¡HOLA CHICOS! and adiós

Liebe Leute,

El dìa de la hispanidad – The Spanish Day
ein letztes Mal melde ich mich aus Indien und möchte Euch heute von dem „Spanish-Team“ und von dem „Spanish-Day“ berichten.

Am 18. Juli sind acht junge StudentInnen, ein Father und eine Professorin zu uns ins NEST gekommen. Diese Gruppe, das sogenannte „Spanish-Team“, kommt jedes Jahr für einen Monat zu Besuch und bereitet verschiedene Programme für die Kinder und das NEST, wie zum Beispiel den „Spanish-Day“, vor.

Der „Spanish-Day“ wurde am 25. Juli veranstaltet, da an diesem Tag der Feiertag von St . James (steht für: Sankt Jakob), welcher ein Apostel von Jesus war, gefeiert wird. Über ihn gibt es sehr viele Legenden in Spanien, da er angeblich nach Jesus Himmelfahrt dort predigte.

Nach der Schule ging es relativ schnell mit dem Programm los – die Kinder wurden zum Basketballplatz zitiert und die Spiele wurden eröffnet. Als erstes ritt Europa auf einem „Bullen“ (eigentlich dem restlichen verkleideten „Spanish-Team“) herein, während die Legende über die Namensgebung des Kontinents Europa erklärt wurde. 

Europa reitet auf dem „Bullen“ in Europa ein…

Die Legende besagt, dass der griechische Gott Zeus sich in die Königstochter Europa verliebt hatte und sich ihr in Gestalt eines Bullen zeigte, damit er ihre Zuneigung erlangen konnte, während Europa sich mit ihren Freundinnen am Strand befand. Als zahmer Bulle gewann er ihr Vertrauen und sie setzte sich auf seinen Rücken. Darauf hatte er nur gewartet und galoppierte mit ihr durch das Meer auf die Insel Kreta, wo er ihr seine Liebe gestand. Er versprach ihr Unglück in Glück zu verwandeln und zu Ehren Europas sollte der Kontinent, zu dem Kreta gehörte, fortan ihren Namen tragen.

Nachdem dies erklärt wurde, wurden die Teams aufgeteilt und jedes Team bildete ein Land. Es gab die Ländergruppen Spanien, Portugal, Deutschland, Irland und Frankreich und bevor das Turnier starten konnte, wurde von jeder Gruppe ein Foto geschossen, während Europa von ihrem hohen Thron auf das unterliegende Europa herabblickte.

Danach begann das Spiel und die Kinder rannten los, um die Spielstationen möglichst schnell bewältigen zu können. 

Der Spielplan der Ländergruppe Frankreich

Es gab zehn verschiedene Stationen und Spiele über das ganze Gelände verteilt und die Stationen stellten ebenfalls bestimmte Länder dar. 

Die Kinder in Aktion während des Schubkarrenrennens
Noch mehr Spiele… Eine Art Plumpsack

Die Kinder gaben ihr Bestes und trudelten nach einiger Zeit wieder auf dem Basketballplatz ein. Zum Einlaufen spielte dort die europäische Hymne, dadurch fühlten wir uns irgendwie wieder sehr heimisch und mit Europa verbunden, während die Europa-Flagge und die einzelnen Länderflaggen im Hintergrund wehten. Als alle versammelt waren, wurden Gruppenfotos geschossen, T-Shirts und Süßigkeiten verteilt. Anschließend wurde die Musik aufgedreht und getanzt.

Das Spanish-Team verteilt T-Shirts und Süßigkeiten an die Kinder
Gruppenfoto mit dem „Spanish-Team“

Viel später als eigentlich ging es dann zum „Coffee“ und duschen. Alle mussten sich ganz schnell schick machen, da vor dem Essen noch gemeinsam eine Messe gefeiert wurde. Zu unserem indischen Essen gab es spanische Beilagen wie zum Beispiel Salami und Schinken und eine Art Kartoffel-Ei-Kuchen. Der Abend klang nach dem Essen mit Tanz und spanischer und indischer Musik aus. Es war wirklich ein schöner und bunter Tag, auch wenn die Dinge im NEST immer anders laufen als man erwartet oder plant, das musste auch das „Spanish-Team“ lernen.

Am Abend, nachdem wir unsere T-Shirts bekommen hatten.

Momentan ist das Team ja noch in seiner Anfangszeit und ich bin gespannt, was sie sonst noch alles auf die Beine stellen werden. Für uns geht nun die Zeit ja leider zu Ende und meiner Meinung nach ist das Jahr viel zu schnell vorbei gegangen. Wir sind momentan selber in Abschlussvorbereitungen und planen unsere letzten Aktionen und Vorhaben. Ein letztes Mal haben waren wir nun schon in der Stadt. Ein letztes Mal haben wir uns mit unserer Freundin aus Bangalore getroffen. Ein letztes Mal bin ich momentan bei den „Nightingales“ (den kleinen Kindern) im Haus. Und ein letztes Mal schreibe ich einen Blogeintrag aus Indien.

Die Zeit momentan ist gefüllt mit „letzten Malen“ und es ist verrückt und sehr schwierig zu verstehen, dass das Jahr bald vorbei sein wird, aber bis dahin genießen wir unsere letzte Zeit hier in vollen Zügen. Es war wirklich ein Jahr mit Höhen und Tiefen, aber das Land und die Menschen in Indien und im NEST sind mir einfach so ans Herz gewachsen und für mich wie eine zweite Familie geworden. Ich werde das alles echt vermissen und irgendwann sicher mal wieder zurückkommen, aber bin auch schon gespannt auf meine anstehende Zeit in Deutschland und auf das Studium.

Ich hoffe, dass Ihr es genossen habt, uns durch unser Jahr und unsere Erfahrungen zu begleiten und dass Ihr das Ein und Andere gelernt und erfahren habt. Ich bedanke mich für Eure Unterstützung und Euer Interesse!

Alles Gute und das nächste Mal melde ich mich dann schon aus Deutschland.

Herzliche Grüße aus dem NEST,

Eure Franzi 🙂

Ein wunderschöner Abend

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Unser romantisches Dinner

Der Abschied rückt immer näher und näher. Aber leider wird unsere Liste mit den Dingen, bei denen wir das Gefühl haben sie noch unbedingt machen zu müssen oder zu wollen, proportional dazu immer länger und länger. Denn auf einmal ist die Zeit, die noch zur Umsetzung bleibt doch sehr begrenzt. Und deshalb versuchen wir noch so viele Ideen wie möglich Wirklichkeit werden zu lassen. Eine davon war es, für das gesamte Staff hier im NEST einen Abend deutsches Essen zu kochen. Und da einen Tag später schon wieder Besuch kommen sollte, fiel unsere Wahl dann doch sehr spontan auf gestern Abend.
Was wir kochen wollten stand schon länger fest. Es sollte relativ einfach sein, auf Grund unserer mangelnden Kochkünste und den erschwerten Bedingungen bestehend aus einer indischen Großküche und der Tatsache, dass es viele Zutaten in der gesuchten Form leider nicht vorrätig waren und auch nicht eingekauft werden konnten. Also war unser Plan gute deutsche Bratkartoffeln mit Rühreiern und zwei unterschiedliche Salaten zu machen. Zum Nachtisch sollte es zweierlei Pudding geben. Und das Ganze für siebzehn Personen. Soweit der Plan. Da standen wir also drei Küchenfeen in einer riesigen Küche mit einem ungefähren Plan und Zeit- und Erwartungsdruck. So mein Gefühl.

 

Der erste Versuch Pudding war ein bisschen flüssiger als gewollt. Die „Sparschäler“ waren auch nicht so einfach zu Händeln. Und eines unsere Größten Probleme, auch wenn man das nicht so erwarten würde, war das der mangelnden Gewürze. Als genauer gesagt der mangelnden „deutschen“ Gewürze… Es gab natürlich Masala, Chilli, Koriander und ganz viele andere…

Parallel zu uns dreien, haben noch die beiden Köchinnen das Abendessen für die Kinder gekocht und schon das Frühstück für den nächsten Morgen vorbereitet. Das war beides für uns, Fluch und Segen, denn sie konnten uns trotz ein paar Kommunikationsproblemen zwischen Englisch und Hindi oftmals helfen und wussten wo sich bestimmte Dinge befanden. Andererseits wurden wir so aber auch immer ein wenig kritisch beäugt und oftmals auch belächelt bis uns dann irgendwann ganz konsequent immer die Zwiebel geschnitten wurden. Wahrscheinlich brauchten wir zu viel Zeit oder sie hatten Angst um unsere Finger. Letzteres leider begründet.

Wir standen ganze drei Stunden in der Küche und waren am Ende komplett erledigt. Die Bratkartoffeln waren vielleicht nicht ganz so kross wie in unseren Vorstellungen und die Salatsoßen waren dann irgendwie durch die Gewürze doch eher indisch als deutsch. Aber Josie hatte das Esszimmer ganz schön hergerichtet: Sie hatte die Tische zu einem großen Rund zusammengefügt und ein bisschen Musik und Kerzenlicht gaben dann noch das gewisse Extra.

Als dann schließlich all unsere „Gäste“ am Tisch saßen haben wir uns es natürlich nicht nehmen lassen jedem ganz genau zu erklären, dass man und wie man in Deutschland mit Messer und Gabel isst. Für uns war es einfach zu lustig dann ihre Versuche zu sehen Messer und Gabel in unterschiedlichen Händen (manchmal mit der scharfen Seite nach oben gedreht) richtig zu koordinieren und dabei nicht zu verzweifeln.

Ganz generell haben wir schon aus mehreren Kocheinsätzen hier in Indien gelernt, dass es eigentlich erstens nie so läuft wie wir es von zu Hause kennen würden und dass zweitens unsere Planung eigentlich auch niemals aufgeht. Das fängt schon bei der Tatsache an, dass es in der Küche keinen Backofen gibt. Allerdings haben wir bis jetzt noch jedes Gericht einigermaßen hinbekommen ohne große persönliche Schäden davon zu tragen oder etwas ernsthaft anbrennen zu lassen.

Der Abend hat sich total gelohnt, war wirklich wunderschön und hat uns alle für eine halbe Stunde unseren Alltag vergessen lassen. Und das Kerzenlicht hat bestimmt auch ein wenig dazu beigetragen, denn das Auge isst ja schließlich mit😊

Christenverfolgung in Indien

Hallo Freunde,

heute möchte ich gerne auf ein Thema aufmerksam machen, welches mich schon lange beschäftigt und ich als ein ganz klares Gebetsanliegen sehe! Vorab möchte ich nur sagen, dass ich all die Informationen, die ich hier aufschrieb von OpenDoors-Webseite entnommen habe.

Christen in Indien werden Tag für Tag mit „Organisierten Verbrechen und Korruption“ konfrontiert. Das liegt aber viel weniger an der „Islamischen oder Kommunistischen Unterdrückung“, wie es in vielen anderen Ländern, wo Christen verfolgt werden, der Fall ist, sondern viel mehr an dem hier herrschenden „Religiös motivierten Nationalismus“.

Seitdem der Ministerpräsident Narendra Modi von der Bharatiya Janata Partei (BJP) an der Macht ist, hat der extremistische Hinduismus an Einfluss in der indischen Gesellschaft deutlich zugenommen. Immer häufiger finden Angriffe auf Angehörige religiöser Minderheiten statt, aber die Zentralregierung unternimmt nichts gegen die Täter. Durch diesen Mangel an Strafverfolgung, werden natürlich die extremistischen Nationalisten dazu ermutigt, ihre Aktionen auch in Zukunft auszuweiten.

Die unterschiedlichen Hindu-Organisationen sind in ihrem Auftreten seit Jahren zunehmend fordernd und aggressiv. Sie verkünden, Indien gehöre dem Hinduismus und andere Religionen müssten aus dem Land vertrieben werden. Extremistischer Hinduismus ist mit Abstand die stärkste Triebkraft der Verfolgung in Indien. Er ist allgegenwärtig, lautstark und sehr gewalttätig. Aber auch von diversen anderen extremistischen Gruppen geht Verfolgung aus, wie etwa von radikalen Buddhisten in Ladakh, Neo-Buddhisten in Maharashtra und Uttar Pradesh sowie extremistischen Sikhs in Punjab.

Die Verfolgung wirkt sich in sofern aus, dass Christen angegriffen und entführt werden, Gottesdienste gestört werden und Kirchen, Wohnungen und die Eigentümer von Christen zerstört werden. Oft werden sie auch aus ihren Häusern im Dorf verjagt, inhaftiert oder sogar umgebracht.“1

Auch eine Gemeinde in Agra wird regelmäßig von Hindu-Extremisten angegriffen. Ein Freund, den ich auf dem Zwischenseminar kennenlernte, erzählte mir von seinen Kirchengeschwistern, die kürzlich wiederholt während eines Hausgebets-Treffens überfallen wurden. Mehrere Frauen und Männer wurden für eine Nacht gefangen genommen. In dieser wurden sie geschlagen. Außerdem wurde ihnen gedroht, wenn diese Treffen wiederholt werden sollten, dass dann Gleiches oder Schlimmeres folgen würde. Natürlich wurden dann bis aufs Weitere diese Treffen gestoppt. Aber der Gottesdienst am Sonntag, der mit vielen Kindern gefüllt ist, wird dennoch weiter gefeiert. Trotzdem ist immer das Risiko und eine damit verbundene Angst, meinte unser Freund, dass auch so ein Angriff während ihres Gottesdienstes stattfinden könnte.

Überall im Land werden christliche Aktivitäten überwacht.“2 So fand auch bei meinem Freund in der Gemeinde kurz vor Ostern ein Kontrollbesuch statt. Als wären Kontrollbesuche noch nicht genug, so gibt es auch „Beweise für die digitale Überwachung christlicher Leiter durch extremistische Hindus. Oftmals liegt der Fokus auf den Pastoren und Leitern der Gemeinden, wenn Christen angegriffen werden.“3 Auf dieser OpenDoors-Seite las ich auch von einer Frau, von Chandan, die ihren Ehemann, der Pastor war, durch die extremistischen Nationalisten verlor.

Ein Glaubenswechsel vom Hinduismus zu einer anderen Religion wird hier in Indien nicht nur sozial geächtet, sondern ist auch in fünf Bundesstaaten schon per Gesetz verboten.

Christliche Konvertierte hinduistischer Herkunft haben am stärksten unter der Verfolgung in Indien zu leiden. Diese Christen werden täglich drangsaliert und stehen konstant unter Druck, zum Hinduismus zurückzukehren. Sie werden oft massiv tätlich angegriffen und manchmal sogar getötet. Sie leben meist in ländlichen Gebieten, wo sie dem Druck von Familie und Freunden, ihrem Umfeld, von lokalen Hindu-Geistlichen sowie Hindu-Extremisten ausgesetzt sind. Auch Hindupriester versuchen, die Christen mit lautem Singen und Beten in den Dorfgemeinschaften zu indoktrinieren.“4 

Ich finde es schwierig, den Blogbeitrag einfach so enden zu lassen mit all dem, was ihr jetzt gelesen habt. Trotzdem steht hinter allem Jesus! Jesus wusste schon lange vorher von den Verfolgungen, die jetzt stattfinden. Er selbst weiß von den Schmerzen und dem Leid, weil er es selbst erlebt hat und gerade deshalb wartet er nur darauf, dass du mit all deinen Anliegen auch zu ihm kommst. Wenn dich die Christenverfolgung in Indien auch so beschäftigt, dann geh damit zu Jesus und lege ihm alles hin.

Hier eine kleine Liste für Gebetsanliegen:

  • Das Durchsetzungsvermögen aller Arten von hinduistischen Organisationen hat sich in den letzten Jahren erhöht. Sie beanspruchen Indien für den Hinduismus. Bitte bete für Christen hinduistischer Herkunft, die mit Gewalt gezwungen werden sollen, zum Hinduismus zurückzukehren.
  • Bete für Gottes Versorgung und Schutz für die Christen, die mutig das Evangelium verkündigen. Bete, dass sie in ihren Bemühungen das Evangelium zu verbreiten, weise sind.“5
  • Bete bitte, dass das Anti-Bekehrungsgesetz (Untersagung von der Abkehr vom Hinduismus), welches BJP-Abgeordnete verfolgen, nicht in weiteren Staaten durchgesetzt wird.
  • Bitte bete, ganz konkret für deine Geschwister in Agra, die die ersten Warnungen der Extremisten erleben mussten. Bete für Weisheit im Handeln für die Zukunft, für Trost und Verarbeitung des Erlebten, sowie für Vertrauen, Kraft und Hoffnung, die sie in Jesus finden können.
  • Bete auch für Chandan, dass sie Trost finden kann und den Glauben an Jesus nie verliert. Bete, dass sich ihre Situtaion zum Positiven wendet.

Ich danke Dir für das Lesen des Blogbeitrags. Wenn du noch mehr Informationen zu dem Thema lesen möchtest, kannst du auf der OpenDoors-Seite hier nachschauen.

P.S.: Du kannst auch gerne Ermutigungsbriefe an verfolgte Christen schreiben. Auch diese Aktion geht bereits von OpenDoors aus. Ich bin aber davon total begeistert! Dir ist ziemlich freigestellt, was du in den Ermutigungsbrief reinschreibst. Naürlich ist Sensibilität gefordert, inwiefern man auf das eingbriefeeht, was die Person (z.B. Chandan) erleben musste. Das habe ich in meinem Brief an Chandan z.B. gar nicht gemacht. Ich schrieb ihr nur, dass ich für sie bete und dass sie auf Jesus vertrauen kann. Es ist, glaube ich, einfach wichtig, Worte zu finden, die unseren Geschwistern so viel wie möglich Ermutigung schenken im Glauben stark zu bleiben. Ich bin sicher, dass die Anzahl der vielen Briefe schon neuen Mut schenkt, aber vielleicht ist es auch genau dein Brief, den die Person berührt – der eine besondere Hoffnungsträger für die Person!

 

1Sinngemäßige Entnahme der Informationen von der OpenDoors-Seite

2Sinngemäßige Entnahme der Informationen von der OpenDoors-Seite

3Sinngemäßige Entnahme der Informationen von der OpenDoors-Seite

4Sinngemäßige Entnahme der Informationen von der OpenDoors-Seite

5sinngemäßige Entnahme der Informationen von der OpenDoors-Seite

Kleider machen Leute

Hallo Ihr Lieben,

Diese Woche habe ich ein ganz schönes und, für die Frauen und Mädels, spannendes Thema: die indische Kleidung.

Ich persönlich finde es echt wichtig über die verschiedene Kleidung, die es hier gibt, Bescheid zu wissen und über die existierenden „Dress-Codes“. Besonders betrifft das diejenigen, die vielleicht selber mal vorhaben Indien zu besuchen. Ihr könntet diesen Eintrag also als eine Art „Kleidungs-Guide“ betrachten der Euch zeigen soll worauf man (als Frau) in Indien kleidertechnisch achten sollte.

Zuerst einmal fangen wir mit dem generellen Dress-Code an, ob Ihr nun westliche oder traditionelle Kleidung tragt ist dabei egal, wichtig ist WIE ihr sie tragt. Es ist natürlich nicht verpflichtend, dass Ihr euch genauso kleidet, aber es wäre der Kultur gegenüber respektvoller und außerdem freuen sich die InderInnen immer besonders wenn sie Ausländer sehen die ihre Kleiderkultur akzeptieren und respektieren.

Ihr solltet darauf achten Hosen, Röcke oder Kleider zu tragen die über mindestens die Knie reichen. Darüber könnt Ihr dann ein T-Shirt oder eine Blouse tragen, die einerseits nicht zu weit ausgeschnitten ist. 

Besonders in ländlichen Regionen solltet Ihr darauf achten, dass Eurer Po bedeckt ist. In der Stadt ist das nicht so wichtig, da dort auch Jeans und T-Shirts (also westliche Kleidung) sehr „in“ sind.

Nun ein paar Worte über den geschichtlichen Hintergrund der indischen traditionellen Kleidung.

Die traditionelle Salwar-Kurta/Salwar-Kameez ist ein dreiteiliges Outfit welches ein Überbleibsel aus der Mogul-Zeit ist, sie kamen von Persien nach Indien. Sie besteht aus der Kameez/ Kurta, ein langes Hemd mit Schlitz von der Hüfte abwärts, einer Hose, der Salwar, und einer Dupatta, ein langer, breiter Schal. Dieses Outfit gibt es in ganz vielen unterschiedlichen Variationen – mit enganliegenden oder lockeren Hosen, mit hüft- bis wadenlangen Kameez und in allen nur vorstellbaren Mustern und Farben. Dieses Outfit wird sowohl von Männern wie auch von Frauen getragen, jedoch trägt der Mann keine Dupatta (kein Schal). 

Geschneiderter Salwar-Kameez: Outfit für die Messe.
Kims Sonntagsoutfit: Moderne Kurta mit Leggins und ohne Schal. Der Stil der Ohrringe ist hier sehr gängig und an jeder Straßenecke zu finden.

Erhältlich sind sie bereits fertiggestellt oder in Form von „Pieces„, welche man dann anschließend an den Schneider seines Vertrauens zur Verarbeitung weiterreicht. Dieses Outfit hat uns durch dieses Jahr begleitet und ist echt ziemlich bequem, da wir im Alltag oft eine lange Kameez/ Kurta tragen und darunter eine Leggins.

Kims Alltagsoutfit: Kameez mit Leggins und ohne Dupatta.

Josie auf der Reise in einem ganz alltäglichen Outfit.
Wir besitzen sowohl geschneiderte wie auch gekaufte Salwar-Kameez. Die Geschneiderten sind oftmals etwas schicker und besonderer als die aus der Massenproduktion, deswegen tragen wir diese oft zur Messe oder an besonderen Anlässen.
Eine anderes Outfit für besondere Anlässe sind die Frocks oder Dresses (Kleider). Dies sind einfach schicke Kleider mit viel Tüll, Seide und Glitzer. Sie werden mit einer farbig passenden Hose getragen und oftmals mit einer Dupatta (Schal).

Dieses Kleid wird von allen hier im Nest immer nur „Frock“ genannt. Theoretisch ist es einfach nur ein Kleid mit einer Leggins drunter. Passender Schmuck darf natürlich nicht fehlen. Dies trage ich an besonderen Anlässen.
Dieses Outfit trägt Kim gerne an besonderen Anlässen und ist ein sehr modischer und moderner Ansatz.

Natürlich muss ich, wenn es um indischen Kleidung geht, auch den Sari erwähnen. Es handelt sich hierbei um einen meist aus fünf bis sechs Meter langen Stoff, an dessen fußläufigem Saum sich eine andersfarbige oder bestickte Borte hervorhebt. Dieser wird entweder als Dienst- oder Alltagskleidung oder auch auf besonderen Festen getragen. Es gibt ihn in einer ganz einfachen und einfarbigen Ausführung oder auch in edler Seide mit eingewebten Goldfäde und aufwendigen Stickereien. Ihr seht schon, dass alle indischen Outfits für alle Anlässe angepasst erhältlich sind.

Ihr kennt dieses Foto sicher schon, aber da es so schön ist, ist es hier nochmal. Das sind unsere Saris.

Die typische Form erhält der Sari nur durch richtiges Drapieren und eine korrekte Wickeltechnik. Außerdem wird als Oberteil eine kurze Bluse, die Choli, und unter dem Sari wird ebenfalls ein farblich passender Unterrock getragen.

Der passende Schmuck darf natürlich bei einem kompletten Outfit auch nicht fehlen. Die Inderinnen tragen meist Goldschmuck mit farblichen Steinchen, ob nun Ohrringe, Bangles, Ketten oder Fußkettchen. Meist geht eine Inderinnen ohne eins dieser Accessoires nicht aus dem Haus. Ein anderer Körperschmuck stellt das Mehndi dar. Meistens wird es auf Hochzeiten auf die Füße, Fesseln, Hände und Unterarme der Braut gemalt, aber auch im Alltag verziert sich eine indische Frau gerne mit diese geschwungenen Mustern, welches mit Henna, einer Paste aus den Blättern des Hennastrauchs, kunstvoll aufgetragen wird.

Ich finde die Verzierungen durch Mehndi echt schön und deswegen probiere ich es, mal mehr, mal weniger erfolgreich, an mir selber aus. Die Fußkettchen, wohlgemerkt an beiden Fußgelenken, sind auch typisch. Natürlich werden hier zu allen Anlässen Flip-Flops getragen…

Generell muss natürlich erwähnt werden, dass sich die Kleidung in so einem großen Land wie Indien immer von Region zu Region, aber auch in Religion oder Kaste, variiert. Es gibt ja auch für die verschiedenen Bundessaaten ganz typische Kleidungen und Stoffe. Karnataka, besonders Mysore und Bangalore, sind für Seide und damit auch für Seiden-Saris bekannt.

Mir persönlich gefällt die indische Mode und Kleidung wirklich gut und auch den Schmuck finde ich sehr hübsch. Durch die Kleidung wirkt auch das Leben in den Straßen bunter und einladender. Die indische Kleidung wirkt an den Inderinnen immer viel hübscher, aber trotzdem trage ich sie gerne. Kim und ich haben heute nochmal ein kleines „Fotoshooting“ veranstaltet, um Euch verschiedene Outfits einmal zeigen zu können. 

Viel Spaß beim Anschauen und Lesen!

Ganz herzliche Grüße aus dem NEST,

Eure Franzi 🙂

Von A nach B

Der Bus, würde ich meinen, ist das Hauptverkehrsmittel in Indien. Wenn ein Inder kein eigenes Auto hat, fährt er Bus. Das hat auch zufolge, dass die Busse oftmals deutlich überfüllt sind. Generell ist das Busfahren in Indien um einiges spontaner und deutlich weniger geregelt. Dementsprechend ist es mit einigen Schwierigkeiten verbunden die, sind sie einem erst einmal bekannt und vertraut, gar nicht mehr so unüberwindbar erscheinen.

Die erste Hürde ist es erst einmal den richtigen Bus zu finden. Denn, die Bushaltestellen sind oftmals nicht gekennzeichnet. Das heißt es kann gut sein, dass dein Bus einfach an der Straße hält und du Glück hast, wenn du am richtigen Straßenabschnitt wartest. So ist es zumindest auf dem Land. In der Stadt Bangalore sind bestimmte Bushaltstellen auch markiert, aber wann dein Bus eventuell kommen könnte weist du auch nicht, da es keine Fahrpläne gibt. Zumindest keine die an den Haltstellen aushängen würden. Das heißt im Klartext, dass gewartet wird. Es kann zwischen zwei Minuten oder auch einer dreiviertel Stunde dauern bis „dein“ Bus kommt und dich mitnehmen kann. Oft ist es allerdings auch so, dass du an einem Busbahnhof rausgelassen wirst, wo dann circa 40 Busse mehr oder weniger warten. Du kannst dich dann von Busfahrer zu Busfahrer durchfragen und wirst wahrscheinlich von jedem in eine andere Richtung geschickt. Doch auch wenn es nicht möglich erscheint, eigentlich immer findest du dann doch den richtigen Bus. Vielleicht dauert es einfach ein wenig länger.

Das zweite „Problem“ ist dann das Gedränge im Bus. Wenn du zur Rushhour unterwegs bist, kann es so voll in dem Bus werden, dass du dich eingequetscht, stehend zwischen einer Tasche in deinem Gesicht und einem heulenden Kind hinter dir in einer Menschenmasse wiederfindest und sich diese Situation so schnell auch nicht zu verändern scheint. In diesem Gedränge versucht sich dann auch immer noch der Kartenverkäufer durch die Menge zu drängen um niemanden ohne Ticket fahren zu lassen. Um ihm zu helfen werden dann Haltestellen und Ziele durch den Bus gebrüllt und Geld und Tickets von einer Hand zur anderen quer durch das Fahrzeug gereicht.

Mit viel Glück kannst du dir vielleicht einen Platz im Frauenteil erkämpfen. Die Busse sind nämlich ungefähr in der Hälfe nach den Geschlechtern getrennt einfach um sowohl Männern als auch Frauen eine einigermaßen angenehme Fahrt zu ermöglichen. Hast du dann allerdings einen Sitzplatz, ist es keine Seltenheit, dass einer der stehenden Passagiere ungefragt seine Tasche auf deinem Schoß platziert. Oder seine großen Einkaufstaschen voller Blumen, Gemüse oder anderen Essenssachen zwischen deine Beine schiebt. So wird dir das pünktlich Aussteigen an „deiner“ Haltstelle erschwert.

Dadurch ergibt sich die letzte Schwierigkeit da du eventuell die richtige Haltestelle verpasst. Denn oftmals weist du gar nicht, dass das hier deine Haltestelle ist, bis du da bist und der Busfahrer dich aus einem noch rollenden Bus schiebt. Und dann bist du angekommen oder musst wohlmöglich noch den nächsten Bus erreichen und alles beginnt von vorne…

Auch wenn sich diese Beschreibungen jetzt erst einmal vermutlich sehr abschreckend lesen, möchte ich dennoch hinzufügen, dass uns noch nie etwas wirklich Schlimmes im Bus passiert ist. Und wir sind bis jetzt auch immer noch irgendwie an unser Ziel gekommen. Gerade am Anfangs oftmals später als geplant aber jetzt weis ich, dass auch das indische Busfahren mit wahrscheinlich fehlen wird, wenn es bald back to Germany geht.

Hinduismus einfach erklärt + unsere Erfahrungen

Wie ihr ja wisst, leben wir hier in einem christlichen Projekt. So erleben wir hier die christlichen Feste, die auf indische Art und Weise gefeiert werden. Doch, uns ist durchaus bewusst, dass außerhalb unseres Projektes einige hinduistische Feste gefeiert werden.

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Vishnu

Hier in Indien ist der größte ausgelebte Glaube ist nämlich der Hinduismus – etwa 82 Prozent der Bevölkerung glauben an Shiva, Krishna, Brahma oder einen anderen Gott, der Eigenschaften oder Aspekte von Vishnu hat. Dieser ist nämlich der Erhalter des Universums und Ursprung aller Dinge und liegt schlafend in einem „Ur-Ozean“ auf einer 1000-köpfigen Schlange. Während seines Schlafes wuchs aus seinem Bauchnabel eine Lotusblume, aus der wiederum der Gott Brahma geboren wurde. Dieser ist nach dem hinduistischen Glauben, der Erschaffer der Welt, der im höchsten Himmel Vaikuntha regiert. Es heißt, dass er sich auf Erden 9x inkarniert hat (zuerst war er ein Fisch, dann eine Schildkröte und und und… bis zuletzt Buddha als Mensch).

All diese Dinge, die ich gerade schrieb, stehen so in der Bhagaveeta geschrieben. Dies ist eines der Bücher, welches zu dem hinduistischen Glauben gehört. Im Christentum gibt es ja nur das eine Buch „Die Bibel“, während es im Hinduismus ganz viele Schriften gibt. Diese wurden allerdings von ganz unterschiedlichen Leuten geschrieben und kommen daher manchmal auf gar keinen gemeinsamen Nenner. Es gibt auch keinen Religionsstifter oder ein einheitliches Glaubensbekenntnis.

So, aber was hat das denn jetzt mit dem Alltag einer hinduistischen Familie zu tun?

Die meisten Hindus beten zu ihrem „Lieblingsgott“, also der von ihnen bevorzugten Form von Vishnu. Natürlich kann der „Lieblingsgott“ auf lokale Traditionen bezogen sein.

In jedem Haus einer hinduistischen Familie wird man üblicherweise auch einen kleinen Raum vorfinden, der dem Gott/ den Göttern geweiht ist. Wenn zu ihnen gebetet wird, wird die Tür des Raumes aufgemacht. Das Schließen der Tür ist aber ganz nach Wunsch beliebig. Soweit ich weiß, gibt es da keine Regel, wann die Tür auf bwz. zu zu sein hat. Einmal am Tag wird zu ihnen gebetet, es werden Blumen dargebracht und Räucherstäbchen angezündet. (Die Blumen einzukaufen ist nicht schwer. Diese kann man nämlich an fast jeder Straßenecke kaufen und ich finde genau zeigt z.B. wie sehr der Glaube einen wichtigen Bestandteil in dem Alltag eines Inders einnimmt. Wer in Deutschland nimmt sich jeden Tag eine halbe Stunde Zeit zum Beten?)

Einmal sind wir mit unseren Lehrern durch einige Dörfer mit dem Bus gefahren, um Werbung für die neue Schule zu machen. Doch all zu schnell sind wir gar nicht voran gekommen, weil an diesem Tag der Geburtstag Brahmas gefeiert wurde. Das hieß, dass wir in jedem Dorf an dem Tempel anhalten mussten, weil der Brauch ist, den Geburtstag Brahmas so zu feiern, dass Salat und Säfte kostenlos ausgegeben werden. So hielten wir überall an und mussten immer etwas nehmen, weil es sonst sehr unhöflich gewesen wäre es nicht anzunehmen. Einen anderen Geburtstag eines Gottes haben wir noch nicht mitbekommen und deswegen kann ich leider nicht sagen, in welcher Art und Weise diese gefeiert werden.

Letztens besuchten wir eine Freundin und es gab Hühnchen zum Mittag und wir baten die Mutter unser Freundin doch mit uns zu essen, aber sie meinte, dass sie nicht beten darf, wenn sie vorher Fleisch gegessen hat. Also sollte ein Hindu vorher beten. Das fand ich interessant.

Unsere Freundin erzählte uns auch, dass immer ein Guru kommt, nachdem ein Haus neu gebaut wurde. Jede Ecke des Hauses wird dann von ihm gesegnet.

In unserem allerersten Hotel sahen wir auch drei Frauen, die in der Eingangshalle des Hotels zu einem Gott beteten. Zuerst als ich die Gottfigur dort stehen sah, dachte ich diese würde als Dekoration stehen. Das aber dies gleich der Anlaufspunkt für gläubige Hindus ist, um dort zu beten, war mich überhaupt nicht bewusst. Das tägliche Gebet dauert wohl etwa eine halbe Stunde, so sagten sie mir.

Die meisten Götterstatuen haben aber ihren Platz in einem Tempel. Diese sind jeweils einer Gottheit geweiht und viele Hindus unternehmen lange Pilgerfahrten dort hin, um den Tempel ihrer Familientradition zu besuchen. Sie haben viele Hoffnungen, wenn sie zum Tempel fahren. Zum Beispiel hoffen sie, dass sie durch den Tempelbesuch von einer Krankheit geheilt werden oder sie von ihnen heimgesuchten Geistern befreit werden.

Auch wir besuchten schon ein paar Tempel und um es mal einfach zu erklären, ist es oftmals ein langer Gang bis zum eigentlichen „Heiligtum“, wo die Götterstatue steht. Das „Heiligtum“ ist nur sehr klein, meistens ein quadratischer Raum. Auch wenn man sich also einen langen Weg zum Tempel begibt, widmet man dem Gott nur einen kurzen Blick und läuft einmal um das „Heiligtum“ herum. Dabei ist wichtig zu beachten, dass man links den Weg, von der Götterstatue aus, einschlägt und dann einmal herumläuft, um dem Gott Respekt zu zeigen. Auf dem Weg zu einem größeren Tempel findet man eigentlich immer Verkaufsstände, die noch Blumen, Kokosnüsse oder ganz größenunterschiedliche Kerzenschalen und vieles mehr verkaufen. Zum Beispiel kann man auch verschiedenfarbige Bänder kaufen, die man sich um den Arm wickelt. Diese sollen für Glück, Gesundheit, neue Energie oder Schutz vor bösen Geistern sorgen.

Wenn einem Inder etwas schlimmes passiert – ein Schicksalsschlag, dann sieht er es als ein Naturereignis an, was ein gerechter Gott ihn hat zustoßen lassen. Nichts geschieht einfach „nur so“, alles hat einen Sinn und ist miteinander verknüpft. Der Hindu erträgt aber immer seine Situation und vertraut seinem Gott voll und ganz. Es heißt, dass Hindus Menschen sind, die mit ihren Nöten oder ihr Leid, so gut wie klaglos, leben.

Das wichtigste der Hindus ist das Karma und das Prinzip der Wiedergeburt. Es ist ein großes Glück für die Hindus, wenn sie als Mensch wiedergeboren werden und nicht als Tier. Wenn man als Tier wiedergeboren wird, ist man „abgestiegen“. Das Prinzip des Karmas beschreibt lediglich Tat bzw. Handlung. Die Taten, die du jetzt in deinem Leben begehst, werden dein nächstes Leben nach der Wiedergeburt, bestimmen. Hast du besonders gute Taten in dem jetzigen Leben vollbracht, sollte Glück die Folge des nächsten Lebens werden. Letztendlich ist das höchste Ziel der Hindus die Erlösung zu widerfahren.

Als wir auf unserer Reise in Varanasi, eines der größten Pilgerorte der Hindus, angekommen sind, haben wir auch eine interessante Erfahrung machen dürfen. In Varanasi fließt nämlich der Ganges entlang und dieser wird verehrt. Die Ehre wird dem Fluss gegeben, weil er ihnen Wasser zum Waschen der Kleidung und des eigenes Körpers gibt.

P1030770 Jeden Abend wird eine Zeremonie mit Feuerelementen und Räucherstäbchen durchgeführt, wo der Ganges geehrt wird. Aber nicht nur die Zeremonie kann man am Ganges beobachten, sondern auch die Totenverbrennungen an manchen Gats. Nur die Männer gehen zur Verbrennung des Verwandten und beten zu Gott und hoffen auf eine Wiedergeburt, die dem Weg zur Erlösung näher kommt. Frauen dürfen nicht dabei sein, weil es in der Geschichte oft passiert ist, dass sie mit ins Feuer gesprungen sind, wenn ihr Ehemann gerade verstorben war. Ein anderer Punkt warum die Frauen heute nicht mehr mitkommen dürfen, ist auch, dass sie oft weinen und das den Geist des Verstorbenen verhindert, frei gehen zu können. So erzählte es zumindest Sonu, den wir dort trafen.

Der Hinduismus ist wirklich Komplex in seinem Glauben und für mich persönlich ist es immer noch nicht so einfach zu verstehen. Dennoch hoffe ich, dass ich euch einen kleinen Eindruck geben konnte, um zu zeigen, was der Glaube vieler Menschen hier in Indien ist und wie dieser im Alltag ausgelebt wird.

A Sky Full of Stars

Hallo Ihr Lieben,

Zum Ende unseres Jahres bin ich mit meinen Blogeinträgen etwas am schwächeln – das tut mir Leid. Nur irgendwie habe ich komplett vergessen, dass ich an der Reihe war.

Gestern Abend (Sonntag) boten wir für die kleinen Kinder (Nightingales) mal wieder eine unserer, mittlerweile sehr berüchtigten, Bible-Studies an. Diesmal bereitete Kim die Stunde vor und sie hatte sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Bible Studies in einer von uns selbstgebauten Höhle (Kim besteht jedoch darauf, dass es Bude heißt) unter dem Sternenhimmel – dazu gleich mehr…

Nach dem Abendessen der Kinder, machten wir uns auf den Weg zum Haus der Nightingales um dort, mithilfe von Decken, Büchern als Beschwerer und einem leuchtenden Papierstern eine Höhle/ Bude zu bauen, damit eine gemütliche Stimmung aufkommen konnte. Während unseren Vorbereitung spähten einige Kindern schon aufgeregt um die Ecke und waren ganz gespannt…

Als die Kindern dann endlich reinkommen durften, wurde es ganz eng in der Höhle/ Bude und wir mussten nah zusammenrücken, sodass jeder einen Platz finden konnte. Als alle dann zusammengekuschelt auf der Decke in der Höhle/ Bude saßen, begann Josie die Stunde mit einem Lied: “ Father Abraham had many sons…“. Denn diese Stunde sollte es um Abrahams Verheißung gehen. Nach der Einleitung durch das Lied, erzählte Kim die Geschichte von Abraham und Sarah. 

Die Kinder hören der Geschichte zu…

Während Kim davon erzählte, dass Gott sagte, dass Abraham und Sarah so viele Kinder haben sollten wie Sterne am Himmel seien, knüpfte Josie meine Sternenlichterkette (ich bekam sie zu Weihnachten vom Mama und Papa, danke dafür :-)…) an und die Sterne leuchteten durch die Decke in unsere Höhle/ Bude. Das fanden die Kinder wirklich ganz toll, so toll, dass sie versuchten die Sterne zu berühren, dadurch zogen sie nur leider die Decken runter und zerstörten damit die Höhle/ Bude. Da dies aber erst am Ende der Bible-Lesson geschah, war das nicht so schlimm. Darauffolgend konnten die Kinder noch Sterne beschriften, auf welche sie die Namen der Menschen schreiben konnten, die ihnen wichtig sind.

Die Kinder beschriften die Sterne mit den Namen mit ihren Liebsten, dahinter ist die Weltkugel die wir vor kurzem gemalt haben.

Damit Gott sie am Sternenhimmel beschützen kann, denn danach klebten wir sie auf ein blaues Plakat.

Am Ende konnten ganz viele Namen auf dem Sternenhimmel gefunden werden – die der Kinder, der Misses, der Fathers und süßerweise auch von uns, das war natürlich ein echter Liebesbeweis :-).

Der fertige Sternenhimmel – A Sky Full of Stars 🌌

Somit ging eine weitere Bible-Lesson vorbei und ich finde, dass Kim ihre Aufgabe sehr gut gemacht hat und sehr coole, neue und erfrischende Ideen eingebracht hat. Auch, wenn die Kinder bei der Geschichte selber nicht immer so konzentriert zuhören, so glaub ich doch, dass sie die Zeit in der Höhle sehr genossen haben und sich daran noch länger erinnern werden.

Das soll es nun erstmal von mir gewesen sein. Hier trudelt so langsam der Monsun ein, das bedeutet weniger Sonnen- und mehr Regenstunden und so ist es öfters mal grau und nachts auch kälter. Ich sehne mir schon jetzt die Sonne zurück…

Ich hoffe, dass in Deutschland, oder wo immer Ihr sein mögt, tolles Wetter ist und dass es Euch gut geht.

Bis bald,

Eure Franzi 🙂

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass

Ich habe gestern meine Regenjacke aus meinem Koffer unter dem Bett hervorgekramt. Denn es hat geschüttet wie aus Eimern. Als ich die Regenjacke in Deutschland doch noch in meine Tasche gepackt habe, habe ich eigentlich damit gerechnet, diese genauso so trocken wieder mit nach Deutschland zu bringen. Doch zur Zeit freue ich mehr sehr, sie doch zur Hand zu haben.

Als wir hier in Indien ankamen hat es immer mal wieder geregnet und wir haben Witze darübergemacht, ob das jetzt schon der Monsun sei. Denn den Monsun hatte ich mir zumindest immer anders vorgestellt. Mehr Weltuntergangmäßig. Mit wirkliche viel Wasser. Zu der Zeit erinnerten die Regengüsse mich mehr an Regenschauer in Deutschland. Und die sind dort ja keine Seltenheit. Doch dann sind wir für unser Zwischenseminar nach Tamil Nadu gefahren, und haben dort auf einer langen Brücker ein komplett ausgetrocknetes Flussbett überquert. Dieser Anblick hat mich im Nachhinein noch sehr zum Nachdenken gebracht. Zum ersten Mal wurde mir richtig bewusst, wie selbstverständlich ich es nehme das ich immer auf Wasser zugreifen kann und wie real dürre und Trockenheit doch ist.

Dann sind wir auf unsere große Indienreise aufgebrochen und es war sehr heiß. Gerade im Norden ist es in der Regel in den Monaten von Ende Mai bis Juni extrem heiß und trocken. Wir waren in der Wüste und haben dort einen Regenfall erlebt. Aber abgesehen davon war das Klima durchgehen heiß mal trocken mal schwül – aber immer drückend heiß.

Jetzt sind wir wieder zurück im Projekt und ich kann fast meinen Wecker danach stellen, dass sich jeden Abend so gegen sechs oder halb sieben die Himmelsschleusen öffnen und es buchstäblich wie aus Eimern regnet. Und es regnet nicht nur, es gewittert vielmehr und das durchaus kräftig. Mit Blitz und Donner. Das volle Programm. So sehr, dass sich die Wege zu Flüssen und kleine Senken in Seen verwandeln. Auf den Wegen zwischen den einzelnen Gebäuden hin und her wird man einmal komplett nass, wenn einen der Regen überrascht. Einher mit dem Gewitter geht im Normalfalle auch ein Strom- und Wasserausfall.

Alles in Allem ist es nun so wie ich es mir vorgestellt hatte. Ein halber Weltuntergang. Ich glaube DAS ist jetzt der Monsun.

Ich habe dann mal ein wenig Internetrecherche betrieben:

BlogGanz generell lässt sich das Klima in Indien in drei Abschnitte einteilen: Der kühlen Jahreszeit von September bis Anfang Februar, der heißen Jahreszeit von Februar bis Juni und eben der Monsunzeit von Ende Mai oder Anfang Juni bis Ende September. Erste Anzeichen sind dabei hohe Luftfeuchtigkeit, Gewitter und kurze Regenfälle.

Des Weiteren wird zwischen dem Winter-und dem Sommermonsun unterschieden. Der Wintermonsun wirkt sich allerdings eher im Norden aus und im Süden Indiens zeigt sich „nur“ der Sommermonsun. Es fällt jedoch nicht den ganzen Tag Regen, sondern viel mehr treten immer wieder unvorhersehbare Regenschauer und Gewitter auf.

Die „Ursache“ des Monsuns ist die extreme Hitze in der Wüste Thar, im Westen Indiens. Diese Hitze verursacht ein Tiefdruckgebiet über dieser Region. Durch das Tiefdruckgebiet werden feucht Winde des Indischen Ozeans angezogen. Und das Himalaya-Gebirge im Norden Indiens sorgt dann als natürlich Barriere in der Folge für den typischen Regen des Sommermonsuns.

Konkret auf den Süden Indiens bezogen, erreicht dort der Monsun im Juli seinen Höhepunkt. Jedoch soll in der Region um Karnataka, Tamil Nadu und Kerala, also im Süden des Landes, der Monsun gar nicht so stark ausgeprägt sein.

Ich bin jedenfalls sehr froh, die Regenjacke doch noch eingesteckt zu haben. Und ein positives hat der Regen dann doch: Die Natur erwacht wieder zum Leben und zeigt sich von ihrer strahlenden, grünen Seite. Und vielleicht ist ja auch das Flussbett in Tamil Nadu jetzt nicht mehr ausgetrocknet.